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MediaLab, MacBook und Musik

Mediale Erfahrungen prägen die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler von heute mehr denn je. Der Umgang mit Fotos, Videofilmen, Tonbearbeitung und Handykameras ist für sie selbstverständlich. Wer schülerorientiert unterrichten will, muss diese Lebenswelten kennen. Die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover (HMTMH) verfolgt im Masterstudiengang Lehramt an Gymnasien einen in Deutschland einzigartigen Ansatz, um die mediale Kompetenz der Studierenden zu verbessern. Wir sprachen mit Prof. Dr. Hans Bäßler, Leiter des Master-Studiengangs Schulmusik an der HMTMH. 

Im Zusammenhang mit der Umstellung auf das Bachelor/Master-System legen Sie einen neuen Schwerpunkt auf Medienkompetenz. Welchen Handlungsbedarf sehen Sie?
Die Medienkompetenz von Schülerinnen
und Schülern wird immer mehr und intensiver eingefordert, gleichzeitig aber ist die Ausbildung der Studierenden in Hinblick auf die Verwendung neuer Medien im Musikunterricht sehr eingeschränkt bzw. überhaupt nicht vorhanden. Wir verbessern die Berufseinführung junger Lehrer und Lehrerinnen, indem der Aspekt der Medien im Vordergrund steht und nicht ausschließlich Musikinstrumente, Chor oder musikalische Analyse unterrichtet werden.

Welchen Mehrwert bringen die neuen Medien für die Unterrichtsgestaltung?
Für die konkrete Seminargestaltung ergeben sich ganz neue – im wörtlichen Sinne – Sichtweisen. Erstens im Bereich Film, der Visualisierung von Musik und Zusammenführung von Ton und Musik. Zweitens im Bereich der Notation und Komposition mit den neuen Medien. Drittens und sehr wichtig für uns ist die Frage der Präsentation, die in allen Bereichen, in denen etwas vermittelt werden soll, eine große Rolle spielt. In Medienseminaren und -coachings werden Fähigkeiten und Fertigkeiten erprobt, die in fast allen Fächern benötigt werden.

Welche Voraussetzungen müssen für 
die Vermittlung von Medienkompetenz geschaffen werden?

Zunächst müssen die entsprechenden Räumlichkeiten gegeben sein. Unsere Hochschule besitzt ein MediaLab mit 15 Arbeitsplätzen, an denen die Studierenden an iMacs ausgebildet werden, in dem Musik und anderes Audiomaterial aufgenommen, geschnitten, bearbeitet und arrangiert werden kann. Wir bieten im Bachelor Medien-Coaching auf freiwilliger Basis an.

Alle Studierenden des Masterstudiengangs erhalten zudem von der Hochschule ein MacBook Pro, unser absolutes Alleinstellungsmerkmal, mindestens in Deutschland. Im Curriculum gibt es entsprechende verpflichtende Veranstaltungen, um den Umgang damit zu erproben. Anschließend müssen die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten von den Studierenden im Unterricht – beispielsweise im Praktikum in einer Schule oder in multimedialen Projektarbeiten – angewendet werden. Hierzu pflegt die HMTMH seit vielen Jahren eine enge Vernetzung mit den umliegenden Schulen und Fachleitern.

Wir bilden einen Standard aus, der abgeprüft wird. Das bedeutet, dass die Studierenden Medienkompetenz im Audio- und Videoschnitt, in der Notation und in der Präsentation erwerben müssen.

Wie finanzieren Sie die MacBooks für Ihre Studenten?

Über 0%-Leasing. Wir zahlen den Studenten während der Dauer des Masterstudiengangs die Leasingrate, weil die Arbeit mit dem MacBook Teil der Ausbildung ist. Möglich ist das durch eine Mischkalkulation. Das Institut für Musikpädagogische Forschung engagiert sich, der zentrale Pool gibt etwas dazu, der Förderverein engagiert sich. Aber jedes Mal kommt die Frage, warum wir denn nicht auf einer anderen Plattform arbeiten können.

Und warum nicht?
Wir haben uns von einem Kenner des gesamten multimedialen Bereichs beraten lassen. Seine Antwort lautete: Ihr müsst auf einer gemeinsamen Plattform arbeiten. Zudem ist die professionelle Plattform für Video- oder Audioschnitt – und da waren sich alle einig – der Mac. Hätte man uns damals gesagt, dass ein anderes System besonders absturz- oder virensicher wäre, hätten wir vielleicht dieses gekauft.

Warum liegt Ihnen die mediale Kompetenz Ihrer Studierenden so am Herzen?
Ich möchte meinen Studenten die bestmögliche Ausbildung bieten. Ich bin überzeugt, was in Hannover geht, geht auch in Hamburg oder in Frankfurt.

Ich hasse das Argument, die einen können mit neuen Medien umgehen, die anderen eben nicht. 100 Prozent der Studierenden sind am Ende des Studiums in der Lage die neuen Medien in den Unterricht einzubeziehen. Und sie setzen die Fähigkeiten ein, weil sie sehen, wie sich in der Praxis das Arbeiten mit den Schülern komplett verändert. Multimediales Arbeiten ist intensiver, sachorientierter, vernetzter und damit zeitgemäßer. Das sind die entscheidenden Kriterien, warum mediengestützes Arbeiten den Unterricht ganz wesentlich verändert.

Der CPN-Partner FundK in Hannover betreut Sie in allen Belangen rund um die IT. Sind Sie zufrieden mit dem Service?
Wenn irgendetwas bei uns nicht funktioniert, dann wird im Regelfall innerhalb eines Tages das Problem gelöst. Das ist
 ein Service, der das Arbeiten vor Ort sehr erleichtert.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Kunde

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Emmichplatz 1
30175 Hannover

Partner

Frings & Kuschnerus Computersysteme GmbH
Baring Straße 6
30159 Hannover

Komponenten

  • iMac.
  • MacBook Pro.
  • Leasing.

Weitere Infos

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