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Digitalisierung im Kino: 3D Technik und modernste IT

Digitales Kino: neuste Technik, modernste Ausstattung

Die Digitalisierung erhält Einzug in das LichtBlick Filmtheater: IT-Profi Comspot stattet es dafür mit Digitalprojektoren und neuen Touchscreens aus.

Einige unserer Vorstellungen vom Kino sind längst überholt. Während wir zu Hause schon vor Jahren die alten VHS-Band-Geräte gegen DVD-Spieler eingetauscht haben, glauben viele von uns, dass Kinofilme immer noch auf endlos langen Zelluloidrollen in den Projektionsräumen der Kinos abgespielt werden. Doch das ist ein Irrglaube, auch das Kino ist heute digital.

Manche Menschen haben das Glück, dass sie ihren Kindertraum zum Beruf machen können. Sie werden Tierärztin, Feuerwehrmann, Tänzerin oder wie im Fall von Ralf Thomsen Kinobesitzer. Thomsen, Geschäftsführer des Lichtblick Filmtheaters in Heide, hat ein unübersehbares Leuchten in den Augen, wenn er von seinem ersten Job in einem Lichtspielhaus auf Amrum erzählt. Damals war er 15 Jahre alt. Er berichtet von Kohlebogenlampen, uralten Projektoren, von eigenwilligen Zuschauern und fügt hinzu: „Ich habe die Entwicklung der Kinotechnik von den Uraltgeräten bis heute mitgemacht. Ich könnte davon stundenlang erzählen.“

Neuste Trends im Kinosaal.

Thomsen ist durch und durch Cineast, doch er schwelgt nicht nur in alten Zeiten, sondern ist auch immer an den neuesten Trends interessiert. Die verändern sich gerade im Bereich des Kinos rasant, denn auch hier – wie überall sonst – hält die Digitalisierung Einzug. „Seit der Einführung des 3D Films“, erklärt Thomsen „ist die digitale Technik aus dem Kino nicht mehr wegzudenken. Er ist der treibende Motor für diese Entwicklung.“ Nur mittels modernster Technik ist es überhaupt möglich, so aufwendige 3D Streifen wie „Avatar“ in den Kinos zu zeigen. Für die räumliche Darstellung auf der zweidimensionalen Leinwand werden immer zwei Bilder gleichzeitig und bis zu 144 Bilder pro Sekunde, projiziert, die dann mittels der 3D Brillen für die Zuschauer in ein dreidimensionales Bild umgewandelt werden. Das alles wäre mit den alten analogen Projektoren gar nicht mehr machbar.

Aus Alt mach Neu.

Seit der letzten Renovierung im Juli 2011 verfügt das LichtBlick in Heide in allen vier Sälen über Digitalprojektoren. Einen 35mm-Projektor hat man für alte, noch nicht digitalisierte Streifen aufgehoben. Die neuen Filme werden per Festplatte oder via Satellit angeliefert. Zwischen 50 und 250 GB sind die Dateien groß. Allerdings kann man mit den Daten alleine gar nichts anfangen. Vorzuführen sind die Filme erst mit einem extra versandten Freischaltungscode. Der beinhaltet alle relevanten Daten von der Kennung des Projektors, auf dem das Werk gespielt werden soll, bis hin zu Datum und Uhrzeit, an denen die Freischaltung beginnt und endet. Thomsen erzählt die Anekdote von einer James-Bond Preview, die um Mitternacht leider viel zu früh abbrach, weil der bestellte Code abgelaufen war.

Im Zuge der Renovierung wurde nicht nur die Projektionstechnik erneuert. Auch in der Verwaltung und im Foyer gibt es ein paar interessante Innovationen, die hauptsächlich dem Personal die Arbeit erleichtern und vom Publikum gar nicht alle wahrgenommen werden. An der Kasse können die Gäste jetzt auf vier neuen Bildschirmen sehen, wann und in welchem Kino Ihr Wunschfilm läuft und die eingespielten Trailer zeigen Ihnen, was Sie vielleicht im anderen Saal verpassen. Die neuen Touchscreendisplays an der Kasse werden Ihnen allerdings kaum bewusst auffallen. Diese Geräte und die MAC-basierte Backoffice EDV stammen vom Hamburger IT-Experten Comspot, mit dem Thomsen seine vielfältigen IT-Vorhaben bespricht und realisiert. Und das ist extrem wichtig. Eben weil die Branche stetigen Veränderungen und wandelnden Trends unterworfen ist, muss man als Betreiber eines Lichtspieltheaters stets die Augen offen halten. Angesprochen auf das Kinosterben in den 90er Jahren bleibt der zweifache Kinobesitzer – er betreibt mit seiner Frau zusammen auch das LichtBlick auf Amrum – aber gelassen. Aus Thomsens Sicht kamen in dieser Zeit zwei ungünstige Veränderungen auf dem Markt zusammen. Damals entstanden eine Menge kleiner, lieblos eingerichteter Lichtspielsäle, die nur auf das schnelle Geschäft ausgerichtet waren und es noch mit der Konkurrenz in Form der aufkommenden Video-Recorder zu tun hatten.

Klassiker: Eispause.

Jetzt hat sich der Trend wieder gewandelt. Die Zuschauer genießen den Kinobesuch bewusst als Event mit Freunden und Bekannten. Sie wollen wirklich guten Dolby Sound und verblüffende Unterhaltungseffekte in 3D. Dementsprechend marktorientiert sind Thomsens Lichtspieltheater auch als Eventräume konzipiert. Alle Säle sind zum Beispiel als Verzehrkinos eingerichtet. Man kann direkt am Platz per Knopfdruck Getränke und Knabbereien bestellen. In Zukunft soll es sogar eine App geben, über die die Zuschauer ihre Order aufgeben können. Im LichtBlick bekommt man noch wie vor 20 Jahren das Eiskonfekt in der dafür vorgesehenen Pause am Sitzplatz serviert… Ein Wink genügt. Das Programm gibt es per Newsletter und Fragen an die Kinoleitung werden ausführlich im Internet-Gästebuch beantwortet. Alles ist sehr kundennah gedacht und ausgeführt.

Abgesehen davon, dass man seinem Publikum möglichst viel Komfort bieten will, hat dieser Service noch einen klar monetären Hintergrund. Filmverleihe berechnen für die Filmnutzung nicht mehr wie früher eine pauschale Leihgebühr, sondern eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen. Das kann für aktuelle Filme bei 50 Prozent liegen und geht dann herunter bis auf minimal 38 Prozent, die die Verleihfirma pro verkaufter Eintrittskarte einbehält. So ist der Kinobesitzer vor Flops geschützt, aber seine Einnahmen bleiben auch bei ausverkauftem Haus absehbar begrenzt. Daher erklärt sich der Trend zum Erlebnis- und Konsumkino. Hier macht das Lichtspieltheater heute seinen Gewinn.

Aber Ralf Thomsen ist bei all dem Wandel nicht bange, weil er als Unternehmer zwei wertvolle Eigenschaften in sich vereint: Er kennt das Business nun seit 37 Jahren und ist gleichzeitig für alle Veränderungen offen. Wie ein guter Film, der nicht einfach in der Mitte der Handlung stehen bleibt.

Kunde

Lichtblick Filmtheater
Süderstraße 24
25746 Heide

Komponenten

  • Mac.

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