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WWDC 2017

Apple zeigt Lautsprecher HomePod, iOS 11 und neues iPad Pro.

Bei der Entwicklerkonferenz WWDC in diesem Jahr in San José präsentierte Apple mit MacOS High Sierra und iOS 11 viele Verbesserungen der Betriebssysteme sowie neue Entwickler-Kits für Augmented Reality oder maschinelles Lernen, überarbeitete Macs, ein neues iPad Pro sowie den HomePod, der als sprachgesteuerter Lautsprecher eine neue Produktkategorie von Apple eröffnet.

Mit dem HomePod wird sich die Sprachassistentin Siri weiter ausbreiten, denn der neue smarte Lautsprecher von Apple funktioniert über Sprachsteuerung. Dafür besitzt er sieben Mikrofone, um zu verstehen, was gesprochen wird – auch wenn gerade die Musikwiedergabe läuft. Zudem dient der HomePod zukünftig als zentrale Steuerung für Apple HomeKit und damit für alle HomeKit-kompatiblen Geräte. In Deutschland wird der HomePod vermutlich erst nächstes Jahr auf den Markt kommen; für die USA kündigt Apple die Verfügbarkeit des 349 Dollar teuren Produktes bis Dezember an.

Neue Betriebssystem-Versionen und Software.

Mit macOS 10.13, bzw. macOS High Sierra, will Apple vor allem Verbesserungen unter der Haube vornehmen. Eine der größten Neuerungen ist der angekündigte Wechsel des Dateisystems auf AFPS. Zusätzlich erhält das neue Betriebssystem einen schnellerer Safari-Browser und Apple führt mit High Sierra zudem den Kodierungsstandard H.265 ein, der eine bessere Kompression ermöglicht. Das ist etwa für 4K-Videos wichtig. Die Grafikschnittstelle Metal 2 soll bessere VR-Inhalte und externe Grafikkarten für den Mac bringen. Erscheinen wird das neue Betriebssystem voraussichtlich im Herbst 2017.

Aufgrund der Masse der weltweit genutzten iOS Geräte von Apple kommt dem Update des mobilen Betriebssystems immer eine besondere Rolle zu. iOS 11 wird zahlreiche Verbesserungen und einige neue Funktionen erhalten: Nachrichten werden über iCloud geräteübergreifend synchronisiert, Nutzer können via Apple Pay anderen Nutzern aus iMessage heraus Geld schicken – sofern Apple Pay im jeweiligen Land verfügbar ist. Siri soll mit iOS 11 natürlicher sprechen und von einer digitalen Assistentin zur Künstlichen Intelligenz werden, als Dolmetscherin arbeiten und kontextbezogene Anfragen beantworten können. Das Kontrollzentrum wird bildschirmfüllend und zeigt mehr Einstellungen und Funktionen an, Benachrichtigungen und Sperrbildschirm werden informativer. Fotos und Videos werden effizienter komprimiert und beanspruchen deutlich weniger Speicherplatz. Apple Music und Homekit wurden ebenfalls etwas verbessert und der App Store erhält ein komplett überarbeitetes Design.

Bei den Neuerungen von tvOS dürfen sich insbesondere Film- und Serien-Fans freuen, denn Amazon kommt mitsamt seinem Prime-Programm auf den Apple TV.

Erwartungsgemäß zeigte Apple auch das Uhren-Betriebssystem watchOS 4 - mit vielen kleinen Updates für Fitness-Fans und Kinder. Zudem bekommt die Apple Watch eine Siri-Oberfläche, auf der ständig die wichtigsten Infos für den Besitzer gezeigt werden sollen.

Neues iPad Pro.

Dazu bringt iOS 11 neue Funktionen für das iPad Pro. Dazu gehören echtes Drag and Drop, ein Datei-Manager und Mission Control. Gleichzeitig stellte Apple auch das neue iPad Pro vor. Es hat ein verbessertes 10,5 Zoll Display, wiegt 450 Gramm und ist leistungsstärker als sein Vorgänger. Dazu gibt es ein überarbeitetes Tastatur-Cover und einen verbesserten Eingabestift. Die Geräte können ab sofort bestellt werden, das günstigste Modell kostet 730 Euro. Außerdem hat Apple auch eine neue Version vom iPad Pro 12,9 Zoll vorgestellt, dessen Display und Prozessor die gleichen Verbesserungen mitbringen.

Mac Update, iMac Pro angekündigt.

Die neue iMacs haben Intels aktuellen Kaby-Lake-Prozessoren mit bis zu 4,2 Gigahertz Taktrate an Bord. Zudem kann der Arbeitsspeicher im 21,5-Zoll-Modell mit bis zu 32 Gigabyte aufgerüstet werden. Das große Modell besitzt sogar Kapazität für bis zu 64 Gigabyte RAM auf. Apple verspricht außerdem schnelleren SSD-Speicher, im großen iMac-Modell wird Apples Fusion-Drive zudem standardmäßig verfügbar sein.

Auch das MacBook Portfolio wird ab sofort mit Kaby Lake-Prozessor geboten, in der Top-Version mit 1,3 GHz Core i7 mit Turbo Boost von 3,6 GHz. Dazu bietet Apple laut eigener Aussage 50 Prozent schnellere SSDs mit bis zu doppelt so großem Speicher. 

Die aktualisierten iMac, MacBook und MacBook Pro Modelle können ab sofort vorbestellt werden.

Für Dezember stellt Apple zudem den neuen iMac Pro in Aussicht. Der iMac Pro hat einen 5K-Bildschirm eingebaut und kann zwei weitere externe 5K-Displays ansteuern. Zusammen ergeben sie eine Auflösung von 44 Millionen Pixeln. Der iMac Pro besitzt vier Ports mit Thunderbolt 3, eine FaceTime-Kamera mit 1080p, 10-GBit-Ethernet, eine SSD mit bis zu 4 TByte Kapazität und 3 GB/s Durchsatz sowie – erstmals bei Apple – bis zu 128 GByte RAM (2666 MHz DDR4 ECC). Die neue Radeon-Pro-Vega-Grafik wird von 16 GByte VRAM unterstützt. 

Augmented Reality.

Mit dem vernetzten Lautsprecher HomePod besetzt Apple ein neues Kerngebiet, ganz ähnlich verhält es sich beim Thema Augmented Reality (AR): Im ersten Schritt gibt Apple Entwicklern jetzt die Werkzeuge an die Hand, um AR-Apps für iPads und iPhones zu entwickeln, so dass davon auszugehen ist, das mit dem Update auf iOS 11 im Herbst schlagartig Millionen Apple-Nutzer ein AR-fähiges Betriebssystem auf ihre Geräte laden können.

Die Präsentationen auf der WWDC 2017 waren weitaus umfangreicher als erwartet. Apple zeigte sich für die Zukunft mehr als gewappnet, sowohl hardwareseitig als auch in Bezug auf die Updates der Betriebssysteme. Wenn Sie Fragen zu Verfügbarkeiten und Bestellmöglichkeiten haben, wenden Sie sich gern an Ihren Fachhändler vor Ort.

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