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Workflow

Workflow – der Automator für iOS.

Bei der Übernahme des Unternehmens, das hinter der App Workflow steht, dürften selbst einige Experten erst einmal nachgeschlagen haben, was es damit auf sich hat. Denn Workflows ist bei weitem nicht so bekannt, wie es die Anwendung eigentlich verdient hätte.

Der Automator gehört wahrscheinlich zu den Werkzeugen auf jedem Mac, die am stärksten unterschätzt und wenig eingesetzt werden. Ganz zu unrecht, denn mit dem kleinen Werkzeug, das Apple schon vor Jahren mit seinem Betriebssystem mitliefert, lassen sich, der Name legt es nahe, viele Dinge automatisieren. Bilder konvertieren, verschiedene URLs mit einem Tastendruck aufrufen oder auch E-Mails an einen Teilnehmerkreis versenden – das sind nur einige der Möglichkeiten, die der Automator bietet. Dem mobilen Betriebssystem iOS fehlte bisher eine solche Möglichkeit. Der Entwickler von Workflow wollte dies ändern und traf mit seiner App ins Schwarze.

Vielseitige Möglichkeiten.

Im Kern ist Workflow eine Art von Makrorekorder. Aus einem Grundbestand an Aktionen stellt sich der Nutzer einen Arbeitsablauf zusammen. Programmierer muss man dazu nicht sein. Ein ganz einfacher Workflow könnte etwa darin bestehen, ein gerade aufgenommenes Fotos mit einem Fingertipp an mehrere Cloud-Dienste zu verschicken. Etwas anspruchsvoller ist es dann schon, von der Tagesübersicht einen Termin auszuwählen, sich über "Karten" die Reisezeit geben zu lassen, um darauf dann einen hinterlegten Text als SMS zu versenden. So kann man andere wissen lassen, dass man sich leider verspäten wird.

Die gespeicherten Arbeitsabläufe stellt die App in einer übersichtlichen Seite zusammen. Einmal auf den Button tippen, schon beginnt das Programm mit seiner Arbeit. Je länger man sich mit der Workflows beschäftigt, umso mehr Möglichkeiten wird man entdecken. Flexibel wird die Arbeit dadurch, dass die App einerseits mit einer ganzen Reihe anderer Programme und Diensten kommunizieren kann. Zum anderen durch die Möglichkeiten, mit dem Nutzer zu interagieren. Eingaben per Tastatur, das Auslesen der Zwischenablage oder auch Textmanipulationen gehören dazu. Praktischerweise können Workflows auch auf dem Heute-Widget platziert werden. Dann lässt sich ein Ablauf noch schneller ausführen.

Mächtiges Werkzeug für Fortgeschrittene.

Ein bisschen Ideenreichtum vorausgesetzt, können sich Anwender die Arbeit mit ihrem iOS-Gerät effizienter und bequemer gestalten. Wer bereits Erfahrungen mit Skriptsprachen sammeln konnte, wird schnell auch umfangreichere Workflows anlegen. Denn die Entwickler haben auch an die Arbeit mit Variablen und Verzweigungen gedacht. Und mit einer Schnittstelle zum bekannten Dienst IFTTT steht iOS zusätzlich die Welt weiterer Online-Dienste und Verknüpfungen mit dem Internet of Things offen.

Kurzum: Mit Workflow hat Apple ein regelrechtes Juwel übernommen, das den Funktionsumfang von iOS sinnvoll ergänzt. Man darf gespannt sein, wie es mit der App weitergeht und wie sie in das Betriebssystem weiter integriert wird. Und wer sich etwas tiefer in die Grundlagen einarbeiten möchte, kann dies etwa mit diesem Artikel tun. 

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