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Wenn der Datendurchsatz nicht stimmt

Wenn das Netz lahmt – nicht gleich auf den Provider schimpfen.

Wenn die Arbeit mit dem Netz merklich langsamer wird, liegt der Verdacht nahe, dass es Probleme beim Zugangsprovider gibt. Schließlich berichten die Medien ja oft genug darüber, dass die großen Telkos zu viel versprechen. Aber nicht selten sind Probleme hausgemacht.

Wenn die gebuchte Bandbreite am Internetanschluss einbricht, dann kann ja nur der Provider daran schuld sein. Der Griff zu Diensten und Programmen für Speedtests liegt dann nahe. Und die zeigen dann meist auch das (erwartete) Ergebnis an. Der aktuelle Durchsatz hat nichts mit der gebuchten Geschwindigkeit zu tun. Nur wie die Experten aus dem CPN Netzwerk wissen, können diese Tests schnell zu falschen Schlüssen führen.

Speedtests leiten häufig in die Irre.

Das nackte Ergebnis eines Speedtests ist immer nur eine Momentaufnahme. Im Prinzip sagt das Ergebnis nichts anderes aus, als dass ein Server des Anbieters zum Zeitpunkt der Messung mit der ermittelten Geschwindigkeit erreicht werden kann. Bereits hier ergeben sich aber Störgrößen, die das Messergebnis verfälschen können:

  • Der Zielserver kann selbst ausgelastet sein oder seine Anbindung ist beeinträchtigt.
  • Das Netzwerksegment, das zum Ansprechen des Servers genutzt wird, ist überlastet.

Genau deswegen lautet einer der wichtigsten Tipps zu Speedtests, die Ermittlung der Geschwindigkeit zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Servern auszuführen. Das kann bereits zu interessanten Ergebnissen führen, denn möglicherweise liefert der Test mit einem Server im Ausland die maximale Bandbreite zurück, während mit einem Server in Deutschland nur ein Bruchteil erreicht wird. Das bedeutet dann aber, dass der Anschluss einwandfrei funktioniert, aber ein Netzwerkknoten gestört ist.

Auch, wenn es wie eine Binse klingt. Speedtests besitzen nur dann Aussagekraft, wenn die Wegstrecke zwischen Messsystem und Anschlusspunkt möglichst kurz ist. Und keinesfalls sollte die Messung per WLAN erfolgen.

Externe Störfaktoren berücksichtigen.

Probleme auf der Seite des Zugangsproviders können nie ganz ausgeschlossen werden, aber Störungen beim Internetzugang können vielschichtige Ursachen haben, die systematisch ausgeschlossen werden müssen.

  • Probleme mit der Bandbreite innerhalb des internen Netzwerks sind für Laien kaum einzuschätzen, sollten aber mit in die potenzielle Fehlersuche eingeschlossen werden. So kommt möglicherweise die intern verwendete Übertragungstechnik zu Spitzenzeiten nicht mehr mit der Bearbeitung der Nutzerfragen hinter her. An jedem Arbeitsplatz wird subjektiv die Übertragungsgeschwindigkeit geringer.
  • Nicht selten werden die Einflüsse von Störstrahlungen unterschätzt. So gehen viele Unternehmen gerade beim Einsatz von Ethernet-Kabeln davon aus, dass die Übertragung deutlich weniger empfindlich gegenüber WLAN ist. Das ist aber nur dann der Fall, wenn hochwertige und abgeschirmte Kabel verwendet worden sind. Bei Festinstallationen in Bürohäusern ist das nicht immer der Fall. Ein in der Nähe befindlicher LTE-Mast eines Mobilfunkanbieters kann bereits empfindlich stören. Die Beeinträchtigung der Bandbreite erfolgt in einem solchen Fall ohne erkennbares Muster, so dass auch in diesem Fall aus Sicht des Nutzers der Verdacht naheliegt, es könne sich um ein Problem beim Provider handeln.

Brechen regelmäßig die Übertragungsraten beim Internetzugang ein, muss das also nicht unbedingt am Provider liegen. Sinnvoller ist es, einen Spezialisten mit der Analyse des Problems zu beauftragen.

Weitere Informationen zum Thema sowie kompetente Beratung erhalten Sie bei Ihrem CPN Partner vor Ort!

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