Sie sind hier: Startseite > Blog > Apple baut macOS Server um. Dienste werden eingestellt.

Radikaler Umbau von macOS Server – was Unternehmenskunden wissen müssen

Apple baut macOS Server um. Dienste werden eingestellt.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2018 wird das Betriebssystem macOS Server größere Veränderungen erleben. Das geht aus einem Supportdokument hervor, das Apple veröffentlicht hat. Demnach wird sich das System in Zukunft auf die Verwaltung von Geräten fokussieren.

Gemäß eines Dokuments aus der Supportdatenbank sieht Apple eine ganze Reihe von Diensten und Funktionen von macOS Server als veraltet (“deprecated”). Allen Anwendern, die diese Services in ihrem System nutzen, wird empfohlen, sich nach Alternativen umzusehen.

Diese Dienste will Apple bei macOS Server abschalten.

Als Beginn des Umbaus des Betriebssystems wird das Frühjahr 2018 genannt, ohne ein genaueres Datum zu erwähnen. Vom Umbau betroffen sich die Dienste:

  • Kalender
  • Kontakte
  • DHCP
  • DNS
  • Mail
  • Messages
  • NetInstall
  • VPN
  • Websites
  • Wiki

Zweistufiger Prozess der Umstellung geplant.

Um professionelle Anwender nicht unmittelbar vor Probleme zu stellen, ist offenbar ein zweistufiger Prozess der Umstellung geplant. Im ersten Schritt werden nach dem Update auf die neue Version von macOS Server die genannten Dienste versteckt. Anwender, die die Services bereits eingerichtet haben und produktiv einsetzen, können auch weiter darauf zugreifen. Lediglich im Rahmen einer Neuinstallation des Systems, werden die entsprechenden Module nicht mehr auswählbar sein.

Im zweiten Schritt der Umstellung, dessen Termin ebenfalls noch nicht näher bestimmt ist, werden die Dienste aber auch dem System entfernt. Die Funktionen stehen dann also nicht mehr zur Verfügung.

Unternehmen sollten sich bereits nach einem Ersatz umsehen.

Hintergrund für den Umbau wird offenbar eine stärkere Ausrichtung des Systems zur Verwaltung von Geräten, Computern und Speichern im Netzwerk sein. Da das Ende der genannten Dienste beschlossene Sache zu sein scheint, ist es ratsam, sich bereits frühzeitig nach anderen Lösungen umzusehen.

Apple nennt selbst Alternativen.

Den betroffenen Anwendern empfiehlt Apple, auf Hosted-Services in der Cloud umzusteigen, nennt aber auch selbst eine Reihe von Alternativen für die verschiedenen Anwendungsbereiche. Darunter sind auch eine Reihe von Open Source-Produkten, die allerdings im Zweifel auch erst aus dem Quellcode für die Zielplattform kompiliert werden müssen.

Kalender
- Calendar and Contacts Server
- DavMail
- Radicale
Kontakte
- Calendar and Contacts Server
- DavMail
- Citadel
DHCP
- Kea
- Dnsmasq
- FreeRADIUS
DNS
- BIND
- Unbound
- KnotDNS
Mail
- KerioConnect
- dovecot/Postfix
- Courier
Messages
- ejabberd
- Openfire
- Prosody
NetInstall
- NetSUS
- BSDPy
VPN
- OpenVPN
- SoftEther VPN
- Tcpcrypt
Websites
- Apache HTTP Server
- Nginx
- Lighttpd
Wiki
- MediaWiki
- PmWiki
- XWiki

Unternehmenskunden sollten im Zweifel bei ihrem Systemhaus oder CPN Partner nachfragen, ob sie von der Umstellung betroffen sind. Denn die von Apple genannten Alternativen sind lediglich als Vorschläge zu sehen. Ob eine der genannten Lösungen das Produktivsystem beim Kunden ersetzen kann, sollte in Ruhe geprüft werden, um möglicherweise eine bessere Variante einzusetzen.

weitere Meldungen

20. Februar 2018
Sensationelle Hacks sorgen für Schlagzeilen. Denn mit spektakulären Mitteln ist es findigen Experten gelungen, die biometrische Sensoren (nicht nur) beim iPhone auszutricksen. Sind Touch ID und Face ID also unsicher? ... mehr lesen
08. Februar 2018
Bis Ende 2018 wollen alle großen Telekommunikationsanbieter, allen voran die Telekom, die Umstellung auf ihre aktuelle Anschlusstechnik abgeschlossen haben. Damit steht das Ende von ISDN unmittelbar bevor. Unternehmen müssen spätestens jetzt handeln, wenn sie nicht kurzfristig vor größeren Problemen stehen wollen. ... mehr lesen
02. Februar 2018
Mit moderner Sensor- und Steuerungstechnik lässt sich heutzutage nicht nur das Licht an- und ausschalten oder die Heizung auf Touren bringen. Smart Home Elemente beobachten das Haus und geben im Notfall sogar Alarm. Gerade dieser Bereich hat in den letzten Monaten – auch aufgrund der dunklen Jahreszeit – viel Beachtung erfahren. ... mehr lesen