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Kontaktloses Bezahlen

Apple öffnet für Entwickler den Zugriff auf NFC-Technik.

Wenn der Kunde kontaktlos an der Kasse vom Supermarkt bezahlen kann oder der Modehändler jederzeit genau weiß, wie viele Pullover sich in seinem Laden befinden, dann steckt immer häufiger Near Field Communication (NFC) dahinter. Apple öffnet seine NFC-Chips jetzt auch für Entwickler.

Immer öfter wird man mit dem Begriff NFC konfrontiert. Doch nicht jeder weiß, was dahinter steckt. Mittels elektromagnetischer Induktion werden bei der NFC-Technik Daten über kurze Strecken übertragen. Immer mehr Kredit- und Bankkarten besitzen einen entsprechenden Chip, aber auch in Smartphones kommt diese Technologie mittlerweile zum Einsatz. Der Kunde braucht sein Gerät oder die Karte nur in die Nähe eines entsprechend ausgestatteten Terminals zu halten, um dann eine Transaktion zu autorisieren. Das kontaktlose Bezahlen ist eines der sichtbarsten Beispiele für den Einsatz von NFC im Alltag. Doch gerade Handel und Industrie setzen ebenfalls verstärkt auf die NFC-Technologie im Zusammenspiel mit sogenannten RFID-Etiketten. Über Handscanner werden diese dann vom Verkaufspersonal ausgelesen. Das geht schneller als die klassische Inventur und kann somit auch regelmäßiger erfolgen. 

NFC-Chip im Smartphone – in erster Linie zum Bezahlen.

Der in immer mehr Smartphones eingebaute NFC-Chip wird daher meist für das mobile Bezahlen genutzt. Mit der entsprechenden App eines Anbieters kann, wie bei der Bankkarte, an einem Terminal oder Fahrkartenautomaten kontaktlos bezahlt werden. Auch Apple stattet sein iPhone seit Modell 6 mit einem NFC-Chip aus. Bisher war es aber den Entwicklern des Unternehmens vorbehalten, auf diese Hardware zuzugreifen. So verwendet Apple Pay, der hauseigene Bezahldienst, natürlich auch diesen Chip. Mit der Vorstellung des neuen Frameworks "Core NFC" öffnet Apple nun den Zugriff auf die NFC-Komponente.

Nur eingeschränkter Zugriff.

Das Framework für Entwickler kann für iOS 11 (und spätere Versionen) genutzt werden. Wie die Dokumentation verrät, soll es aber in erster Linie in Apps dazu verwendet werden, RFID-Etiketten (Tags) zu lesen. Damit öffnet Apple nur teilweise den Zugriff auf den Chip, schafft aber gleichzeitig neue Möglichkeiten für Entwickler.

Apps, die beispielsweise die Warenwirtschaft von Unternehmen ergänzen, können damit die RFID-Tags von Produkten auslesen. Von der Inventur bis zur Echtheitsprüfung der Waren sind hier verschiedenste Szenarien denkbar.

RFID-Etiketten stellen auch Informationen zu Objekten aus der unmittelbaren Nähe zur Verfügung. Das eröffnet interessante Perspektiven zum einen für das Marketing, zum anderen auch für Kulturelles. Etwa für Museen, die damit zusätzliche Informationen zu Exponaten anbieten können. Auch der Einsatz für die Navigation in Innenräumen wäre denkbar. Derzeit kann das Framework nur NFC auf dem iPhone 7 und 7 Plus einsetzen.

Allerdings öffnet Apple die Schnittstelle nicht vollständig. Um alternative Bezahlverfahren zu Apple Pay auf das iPhone zu bringen, würden die Anbieter einen vollständigen Zugriff benötigen. Und diesen gibt Apple derzeit nicht heraus. Nichtsdestotrotz dürfen Anwender sich auf neue Apps freuen, die auf NFC setzen. 

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