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Intelligent Tracking Prevention

Für mehr Privatsphäre – so will Apple das Nutzertracking erschweren.

Die meisten User haben sich bereits daran gewöhnt. Wer sich im Internet bewegt, wird gekennzeichnet, gemessen und verfolgt. Immer leistungsfähigere Programme und Mechanismen sammeln Informationen über die Konsumenten. Apple möchte den Nutzern jetzt zumindest wieder etwas mehr Privatsphäre schenken.

War das Geld, das in Werbung gesteckt wurde, gut angelegt? Wie können dem Kunden online möglichst personalisierte Angebote unterbreitet werden, so dass er auch einkauft? Diese zwei Fragen beschäftigen insbesondere den Handel stark. Denn inzwischen ist es ja keine Seltenheit mehr, dass sich ein Kunde unterwegs auf dem Smartphone erstmals über ein Produkt informiert, sich Details dazu abends auf der Couch auf dem Tablet ansieht, um es dann vielleicht am Desktop am nächsten Tag zu bestellen. Der Händler möchte den Weg des Kunden möglichst lückenlos verfolgen. „Nutzertracking“ wird das genannt. Und das funktioniert auch über die Grenzen verschiedener Internetseiten hinweg. Nicht jedem behagt die Vorstellung, permanent verfolgt zu werden. Apple will in macOS Sierra High aktiv etwas gegen das Tracking unternehmen.

Intelligent Tracking Prevention – so will Apple Tracking minimieren.

In macOS High Sierra soll ein Mechanismus Einzug halten, der die Nachverfolgung der Nutzerspuren im Web unterbinden bzw. erschweren soll. Doch wie?

Wahrscheinlich jeder Internetnutzer weiß, dass Webserver auf seinem System Kennungen absetzen. Meist in Form der Cookies. In der direkten Beziehung mit dem Server, der den Cookie abgesetzt hat, können diese sinnvolle Funktionen bereitstellen. Beispielsweise ein bereits erfolgtes Log-in erkennen. Dabei handelt es sich um einen so genannten „First Party-Cookie“.

Wird ein Cookie von einem nicht direkt beteiligten Unternehmen gesetzt, das möglicherweise mit einer ganzen Reihe von Anbietern zusammenarbeitet, wird allerdings der Weg des Anwenders transparent. Ein Beispiel: Webshop A hat Anzeigen eines Anbieters B integriert. Der Besucher des Shops erhält einen Cookie vom B. Danach besucht er die Seite einer Zeitung, die ebenfalls mit Anbieter B zusammenarbeitet. Jetzt ist für B erkennbar, dass der Nutzer den Shop besucht hat. Hierbei handelt es sich um ein „Third Party-Cookie“.

Das Problem daran ist, dass nicht so leicht erkennbar ist, ob es sich um einen solchen Cookie handelt. Außerdem sind Szenarien denkbar, die im Sinne des Anwenders solche Cookies setzen. Apples Lösung ist Folgende: Hier kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz, die bei der Filterung der Cookies genutzt wird. Nach Ablauf einer Frist von 24 Stunden wird das System kein weiteres Laden des „Third Party-Cookies“ erlauben. Das verbessert den Schutz der Privatsphäre, verspricht der Konzern.

Mehr Privatsphäre mit E-Blocker & Co.

Zu den Vorteilen des Konzepts von Apples Intelligent Tracking Prevention (kurz ITP) zählt sicherlich, dass es kostenlos gleich zum Betriebssystem gehört. Allerdings sind die Optionen an den jeweiligen Browser und damit Rechner gebunden.

Wer sich nicht einzig darauf verlassen möchte, kann sich mit dem Thema „Privacy Boxen“ beschäftigen. Ein Beispiel ist der in Deutschland entwickelte E-Blocker.

Das aus einem Kleinstcomputer basierende System wird direkt mit dem Router verbunden und prüft den gesamten Datenverkehr in einem lokalen Netzwerk. Umfangreiche Konfigurationsarbeiten entfallen. Nur bei wenigen Routermodellen muss unter Umständen eingegriffen werden. Was dann aber meist nicht am E-Blocker liegt, sondern daran, dass der Provider Änderungen an der Konfiguration verhindert. Zentral kann eingestellt werden, ob sämtliche Werbebanner und Tracking-Codes gefiltert werden sollen. Selbstverständlich lassen sich auch Ausnahmen definieren. Die Optionen funktionieren dann in allen Browsern und auf allen Betriebssystemen im gleichen Netzwerk. Es spielt also keine Rolle, ob mit einem iPad, MacBook oder einem anderen Computer gesurft wird. Allerdings kostet der Komfort dann auch etwas. Ab etwas mehr als 200 Euro geht der umfassende Schutz los.

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