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App-Entwicklung

Apps für iOS und macOS wachsen wohl zusammen.

Eine offizielle Bestätigung von Apple steht noch aus. Aber nach aktuellen Berichten plant das Unternehmen aus Cupertino eine engere Zusammenführung von Apps für iOS und macOS. Konsequent wäre es.

Das in aller Regel gut unterrichtete Bloomberg Magazin hat zuerst darüber berichtet. Demnach gibt es bei Apple konkrete Planungen, die Trennung zwischen iOS-Apps und Anwendungen für das Desktop-System aufzuheben. Damit würden sich Entwicklern Wege öffnen, Universal-Apps zu programmieren. 

Universal-Apps wären konsequent.

Die engere Verzahnung von iOS und macOS zieht sich bereits seit drei Jahren durch die Entwicklung von Apples Betriebssystemen. Dazu gehören ein neues Dateisystem, das auf beiden Plattformen Einzug gehalten hat, oder Funktionen, die von einem System auf das andere übertragen wurden, wie beispielsweise der Sprachassistent Siri. Von diesem Standpunkt aus gesehen, wäre die Schaffung eines universellen App-Formats ein konsequenter Schritt. Denn bereits jetzt gibt es ja eine Reihe von Anwendungen, die von ihren Entwicklern parallel für zwei Plattformen gepflegt werden.

Für Entwickler würde die Arbeit einfacher.

Das Apple-Projekt soll den Codenamen "Marzipan" tragen und nicht weniger zum Ziel haben, als die Entwicklungsplattform Xcode um die Möglichkeit zu erweitern, aus dem gleichen Programmcode Anwendungen sowohl für iOS als auch macOS zu kompilieren; mit optimierten Benutzeroberflächen für die jeweils andere Plattform. 

Beide Betriebssysteme teilen sich bereits Komponenten und Frameworks, wodurch eigentlich schon jetzt Codebereiche für beide Plattformen praktisch identisch genutzt werden können. Eine gleiche Codebasis spart in der Entwicklung viel Zeit und damit auch Geld. So können Updates und Patches schneller veröffentlicht werden und auch neue Funktionen stünden schneller bereit.

Die Hersteller so beliebter Anwendungen wie Ulysses oder DayOne, um nur zwei Beispiele zu nennen, müssen heute einen enormen Aufwand betreiben, um ihre Produkte für die beiden Plattformen zu pflegen. 

Neue Vertriebschancen für Softwarehäuser.

Aber es würden nicht nur Ressourcen bei der Softwareentwicklung gespart. Den Programmierern eröffnen sich damit auch zusätzliche Vertriebschancen. Denn ohne größeren Mehraufwand könnten die Anwender der jeweiligen anderen Plattform als potenzielle Käufer erreicht werden.

Dazu muss am Ende noch nicht einmal ein einheitlicher App-Store für beide Produktwelten stehen. Sowohl Anwender als auch Softwarehäuser dürfen also auf die nächste Entwicklerkonferenz von Apple gespannt sein. 

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